Ambulant | Akupunktur | Alterungsrückstellung | Alternative Heilmethoden | Allgemeine Versicherungsbedingungen | Beamtenanwärter | Beginnverlegung | Beihilfetarife | Beitragsbemessungsgrenze | Brille | Chefarztbehandlung | Doppelversicherung

  • Ambulant
  • Der Begriff "Ambulant" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "beweglich" oder "umher gehend". Ambulant in der Privaten Krankenversicherung bedeutet alle Behandlungen, die in einer Arztpraxis, bei Physiotherapeuten, Psychologen, Heilpraktikern oder auch in den Ambulanzen der Krankenhäuser durchgeführt werden. Die Private Krankenversicherung erstattet hier die anfallenden Behandlungskosten (je nach Tarif bis zu einem Mehrfachen der Gebührenordnung) sowie Medikamente und Hilfsmittel. Ebenfalls unter die Erstattungsfähigen ambulanten Kosten fallen die diagnostischen Untersuchungen wie zum Beispiel Röntgen, CT, MRT oder Laboruntersuchungen.
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  • Akupunktur
  • In der Regel werden die Kosten für Akupunkturbehandlungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker von der Privaten Krankenversicherung übernommen. Im Einzelfall empfiehlt es sich, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen der einzelnen Anbieter im Hinblick auf diese Zusatzleistung zu vergleichen.
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  • Alterungsrückstellung
  • Das gesundheitliche Risiko und die damit verbundene erhöhte Leistungspflicht der Privaten Krankenversicherungen steigt mit zunehmendem Alter der Versicherten. Um eine gleichbleibende Versorgung aller Versicherten − also auch der älteren Generation − sicherzustellen, wird ein Teil des Beitrages verzinslich angelegt. Dabei haben die Privaten Krankenversicherungen nach der Technik von Lebensversicherungen zu handeln, weil es sich um rentenversicherungsähnliche Anlagen handelt. Während man bei der gesetzlichen Krankenversicherung vom Umlageverfahren spricht, steht in der Privaten Krankenversicherung der Begriff Anwartschaftsdeckungsverfahren für die Alterungsrückstellung. Mit diesem Verfahren wird in der Privaten Krankenversicherung systematisch Kapital gebildet, aus dem dann die höheren Krankheitskosten für ältere Versicherungsnehmer abgedeckt werden können. Die Kalkulation sieht dabei so aus, dass die Beiträge für jüngere Versicherte über der Deckungshöhe für tatsächliche Krankheitskosten liegen, die für ältere Versicherte liegt jedoch darunter. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Beitrag und den tatsächlich entstehenden Kosten bildet das Kapital für die Alterungsrückstellung. Daraus wird dann in rentenähnlicher Weise die Deckung für das erhöhte Krankheitsrisiko der älteren Versicherungsnehmer erfolgen.
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  • Alternative Heilmethoden
  • Als alternative Heilmethode in der Privaten Krankenversicherung bezeichnet man alle Heilmethoden, die nicht der Schulmedizin zugerechnet werden. Im Regelfall sind alternative Heilmethoden bereits ab dem Standardtarif in der Privaten Krankenversicherung erstattungsfähig. Manche Heilmethoden werden von Anbietern der PKV jedoch nur erstattet, wenn sie vom Heilpraktiker verordnet wurden (z. B. Osteopathische Behandlungen). Ein Vergleich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Privaten Krankenversicherer im Hinblick auf das Leistungsangebot der alternativen Heilmethoden ist angezeigt.
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  • Allgemeine Versicherungsbedingungen
  • Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen regeln alle vertragsmäßigen Gegebenheiten für Anbieter und Versicherten. Wie der Name sagt, handelt es sich hier um generelle Bedingungen, das bedeutet, sie sind bei allen Versicherungsgesellschaften gleich.
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  • Beamtenanwärter
  • Beamtenanwärter sind Beamte in der Ausbildung. Sie haben die Möglichkeit, sich in der Privaten Krankenversicherung günstiger zu versichern. Die Anwartschaftversicherung ist jedoch zeitlich begrenzt, entweder bis zum Ende der Ausbildung oder bis zum 34. Lebensjahr des Versicherten. Der Tarif für Beamtenanwärter bietet jedoch nur ein geringes Leistungsspektrum, welches dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung angeglichen ist. Der daran anschließende Vollkostentarif ist deutlich teurer. Deshalb sollte der Beamtenanwärter bei der Entscheidung für eine Private Krankenversicherung bereits bei der Anwartschaftsversicherung die Kosten für die Vollversicherung bei den einzelnen Anbietern vergleichen.
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  • Beginnverlegung
  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann der technische Vertragsbeginn der Privaten Krankenversicherung verlegt werden. Die geplante Beginnverlegung darf einen Zeitraum von 6 Monaten nicht überschreiten. Ein häufiger Grund für eine solche Beginnverlegung ist, wenn der Versicherte den Kündigungstermin bei der gesetzlichen Krankenversicherung versäumt hat.
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  • Beihilfetarife
  • Beamte erhalten von ihrem Dienstherren eine Beihilfeleistung zu den Krankheitskosten. Diese variiert je nach Dienststelle (Bund, Land, Kommune) zwischen 50 und 80%. Der Beihilfesatz für den Beamten erhöht sich, wenn er verheiratet ist und Kinder hat. Beihilfetarife sind individuell gestaltbar. Der Versicherte kann selbst entscheiden, wie hoch die prozentuale Erstattung seiner Kosten sein soll. Insgesamt darf aber eine 100%ige Absicherung unter Einbeziehung der Beihilfe nicht überschritten werden. Die Beitragsbemessungsgrenze kommt hier nicht zur Anwendung. Bei Beamten wird nicht das monatliche Einkommen, sondern lediglich das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand bewertet. Im Bereich der Beihilfetarife unterscheiden sich die Anbieter erheblich voneinander, so dass hier ein Vergleich vor Abschluss dringend angeraten erscheint.
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  • Beitragsbemessungsgrenze
  • Generell besteht in der Bundesrepublik Deutschland für alle Arbeitnehmer eine Sozialversicherungspflicht. Von der Sozialversicherung befreien lassen können sich Arbeitnehmer, die die Versicherungspflichtgrenze erreicht haben. Diese ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der Beitragsbemessungsgrenze. Sie wird Jahr für Jahr von der Bundesregierung in einer Rechtsverordnung sowohl für die Renten− und Arbeitslosenversicherung als auch für die Kranken− und Pflegeversicherung neu festgelegt. Unterschieden wird − neben der Unterscheidung zwischen West und Ost − hier auch noch in die normale und die knappschaftliche Rentenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze ist maßgebend für die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge. Ab Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze bleiben die Beiträge für den Versicherten konstant, unabhängig von seinem tatsächlich erzielten Einkommen. Im Jahr 2010 liegt die Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Krankenversicherung bei einem Monatseinkommen von 3750 Euro. Die Beitragsbemässungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt 2010 West bei 5500 Euro (Knappschaft 6.800 Euro) und die Beitragsbemessungsgrenze Ost bei 4.650 Euro (Knappschaft 5.700 Euro) Monatseinkommen.
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  • Brille
  • Brillengläser und Brillengestelle fallen in der Privaten Krankenversicherung unter den Hilfsmittelkatalog. Eine ärztliche Verordnung ist notwendig, um eine Kostenerstattung zu erhalten. Häufig ist die Erstattung für Sehhilfen summenmäßig begrenzt. Da die einzelnen Anbieter hier durchaus deutliche Unterschiede sowohl in der Summenbeschränkung als auch in der Erstattungshäufigkeit aufweisen, sollte ein unabhängiger Vergleich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen vorgenommen werden.
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  • Chefarztbehandlung
  • Eine weitere Leistung im Bereich "stationär" ist die Chefarztbehandlung, die von vielen Versicherern inzwischen durch den Begriff "Anspruch auf Behandlung durch den leitenden Arzt" ersetzt wurde. Diese Absicherung besagt, dass der Patient auf jeden Fall Anspruch auf Behandlung vom Chefarzt oder dem leitenden Arzt der entsprechenden Abteilung der Klinik hat.
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  • Doppelversicherung
  • Eine Doppelversicherung liegt vor, wenn ein Versicherungsnehmer bei unterschiedlichen Gesellschaften Verträge abschließt. Da die Erstattung 100% der tatsächlich entstandenen Kosten nicht übersteigen darf, müssen die Gesellschaften die Erstattung untereinander ausgleichen.
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