Versicherungssumme 1914 | Versicherte Gefahren | Elementarschäden | Anbauten | Selbstbeteiligung (SB) | Zu− und Ableitungsrohre | Dekontamination des Erdreichs | Aufräum− und Abräumkosten

  • Versicherungssumme 1914
  • Der Begriff "Versicherungssumme 1914", gelegentlich auch 1914er Wert genannt, ist ein Begriff aus der Versicherungswirtschaft, der zur Berechnung des Wertes des zu versichernden Gebäudes benutzt wird. Der Wert der Immobilie, die der Police der Wohngebäudeversicherung zugrunde liegt, muss genau bestimmt werden, nicht zuletzt um die Versicherungsprämie festlegen zu können. Der Wert 1914 berechnet sich einfach mit der Formel Neubauwert (€) geteilt durch den Baupreisindex. Der Wert wird jährlich angepasst, um eine Unterversicherung auszuschließen. Mit 1914 ist das Jahr 1914 gemeint. Das Jahr 1914 wurde als Grundlage gewählt, weil es als das letzte Jahr der Gründerzeit in Deutschland gilt, in der die goldgedeckte Währung vor den Turbulenzen der darauf folgenden Jahre und Jahrzehnte noch als stabil galt.
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  • Versicherte Gefahren
  • Generell deckt die Wohngebäudeversicherung die Risiken ab, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel am versicherten Gebäude entstehen können. Auch die durch einen Einbruch-Diebstahl entstehenden Schäden werden grundsätzlich von der Wohngebäuderversicherung abgedeckt. Auch eine Glasversicherung kann in den Versicherungsschutz mit aufgenommen werden. Die versicherten Gefahren werden in den jeweiligen Versicherungsbedingungen genauer definiert. So umfasst der Leitungswasserschutz je nach Vereinbarung auch Aquarien, Sprinkleranlagen und Wasserbetten. Planschwasser- (Badewanne) oder Reinigungswasserschäden werden von der Wohngebäudeversicherung nicht abgedeckt. Auch vor den finanziellen Folgen von Grund- und Hochwasserschäden bietet die Versicherung keinen Schutz. Der Feuerschutz umfasst Schäden, die durch einen Brand, eine Explosion, einen Blitzeinschlag oder durch den Absturz bemannter Flugkörper ausgelöst werden. Grundsätzlich werden grob fahrlässig oder gar vorsätzlich herbeigeführte Schäden nicht versichert.
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  • Elementarschäden
  • Der Begriff Elementarschäden bezeichnet vor dem Hintergrund der Wohngebäudeversicherung Schäden an der Immobilie, die durch die natürlichen Elemente hervorgerufen werden. Dazu gehören Schnee- und Eislawinen, Schneedruck, also beispielsweise die Belastung eines Daches durch starken anhalten Schneefall, Überschwemmungen und Rückstau nach langen starken Niederschlägen, Erdrutsch und Erdsenkungen, die durch eine Auswaschung natürlicher Hohlräume oder eine Absenkung des Erdreichs ausgelöst werden können, oder auch Erdbeben. Die Standardbedingungen einer Wohngebäudeversicherung decken in der Regel die Elementarschäden nicht ab. Durch eine entsprechende Vereinbarung kann der Versicherungsschutz jedoch einzelne oder alle Elementarschäden mit umfassen.
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  • Anbauten
  • Die Wohngebäudeversicherung deckt alle vereinbarten Schäden ab, die sich an der in der Versicherungspolice bezeichneten Immobilie ergeben. Das Gebäude wird dabei genau definiert. Nimmt der Eigentümer der versicherten Immobilie Umbaumaßnahmen vor oder plant er Anbauten an das versicherte Gebäude, muss er diese Veränderungen unverzüglich dem Versicherer aufzeigen. Versäumt der diese Änderunsgmeldung, kann der Versicherungsschutz im Schadensfall für die gesamte Immobilie entfallen. Der Grund ist, dass Um- oder Anbauten die Fläche des Gebäudes verändern. Die Versicherungsprämie wird jedoch auch anhand der tatsächlichen Grundfläche der Immobilie festgelegt.
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  • Selbstbeteiligung (SB)
  • Wie bei den meisten Versicherungen kann der Versicherungsnehmer auch beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung entscheiden, ob er sie mit oder ohne eine Selbstbeteiligung (SB) wünscht. Bei einer vereinbarten Selbstbeteiligung übernimmt der Versicherte im Schadensfall einen Teil der entstehenden Kosten selbst. Die Versicherung zahlt dann nur die finanziellen Folgen, die den Selbstbeteiligungsbetrag überschreiten. Die Höhe der Selbstbeteiligung bei einer Wohngebäudeversicherung wird zwischen dem Versicherten und dem Versicherer vereinbart. Je höher die als Selbstbeteiligung vereinbarte Summe ausfällt, desto günstiger ist die Versicherungsprämie, die der Versicherungsnehmer jährlich zu begleichen hat.
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  • Zu− und Ableitungsrohre
  • Schäden an den Zu- und Ableitungsrohren, die zur Wasserversorgung und zur Abwasserentsorgung der in der Versicherungspolice bezeichneten Immobilie dienen, gehören je nach den genauen Versicherungsvereinbarungen nicht unbedingt zu den Leitungsschäden, die mit einer Wohngebäudeversicherung immer abgedeckt sind. Es ist deshalb ratsam, einen die Zu- und Ableitungsrohre betreffenden Passus in die Versicherungsbedingungen mit aufzunehmen. Besonders wichtig ist dabei die Frage, ob auch Leitungsrohre außerhalb des versicherten Grundstücks unter den Versicherungsschutz fallen, die im Schadensfall durchaus ein finanzielles Risiko für den Immobilienbesitzer darstellen können. Auch die Regenwassserleitungen, beispielsweise die Dachrinnen, zählen zu den Ableitungsrohren.
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  • Dekontamination des Erdreichs
  • Wurde durch einen Schadensfall das Erdreich, dass die Immobilie umgibt, kontaminiert, kann eine Entsorgung des kontaminierten Erdreichs erforderlich sein und auch behördlich angeordnet werden. In der Regel deckt eine Wohngebäudeversicherung die Dekontamination des Erdreichs mit ab. Darunter fallen die Kosten für die Untersuchung des Erdreichs und für die Wiederherstellung des Zustands vor dem Schadensfall. Die Verseuchung des Erdreichs muss sich jedoch zweifelsfrei auf einen versicherten Schadensfall zurückführen lassen. Die Bestimmung der Kosten, die im Rahmen einer Dekontamination notwendig sind, unterscheidet sich in den Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherer erheblich.
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  • Aufräum− und Abräumkosten
  • Mit den Aufräum- und Abräumkosten sind im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung die Kosten gemeint, die nach einem Schadensfall an einer versicherten Immobilie für die Beseitigung der beschädigten Gebäudeteile aufgebracht werden müssen. Dazu können auch Abbrucharbeiten gehören. Ein Passus zu den im Einzelfall erheblichen Aufräum- und Abbruchkosten sollte auf jeden Fall in den Versicherungsbedingungen mit vereinbart werden. Die Höhe der Erstattung der Kosten, die im Schadensfall für die Aufräum- und Abräumkosten anfallen, wird von den einzelnen Versicherern entsprechend der Versicherungsbedingungen sehr unterschiedlich geregelt.
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