• Wann ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung sinnvoll?
  • Eine Gebäudeversicherung ist für jeden Hausbesitzer eine äußerst wichtige Angelegenheit. Aufgrund der zahlreichen Gefahren, denen ein Haus ausgesetzt ist, hierzu gehören beispielsweise Feuer, Leitungswasser, Blitz, Hagel oder Sturm, ist eine Wohngebäudeversicherung für Hauseigentümer im Grunde unverzichtbar. Denn kommt es einmal wirklich hart auf hart, so kann ein Schaden schnell den finanziellen Ruin nach sich ziehen. Davor kann man sich mit einer Wohngebäudeversicherung entsprechend schützen.
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  • Welche Risiken sind in der Wohngebäudeversicherung versichert?
  • Eine vom Hauseigentümer abgeschlossene Wohngebäudeversicherung bietet dem Gebäudebesitzer einen Versicherungsschutz vor folgenden Gefahren: Leitungswasser, Sturm, Hagel; Feuer (Brand, Explosion, Blitzschlag); Elementarschäden (Überschwemmung, Erdrutsch, Erdbeben, Schneedruck, Rückstau, Lawinen), hierfür wäre jedoch der Abschluss eines Zusatzbausteins notwendig.
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  • Ist es gesetzlich vorgeschrieben eine Wohngebäudeversicherung abzuschliessen?
  • Nicht grundsätzlich. Zum einen aber wird eine abgeschlossene Wohngebäudeversicherung in der Regel von kreditgebenden Instituten gefordert und als Bedingung für ein mögliches Darlehen gestellt. Und zum anderen gibt es tatsächlich Regionen in Deutschland, in denen ein solcher Versicherungsschutz gesetzlich vorgeschrieben ist. In jedem Fall aber ist diese Versicherung für Gebäudebesitzer sinnvoll, daher sollte ein Hauseigentümer auch ohne gesetzliche Anweisung eine Wohngebäudeversicherung abschließen.
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  • Wie berechnet sich die höhe des Beitrages, der Wohngebäudeversicherung?
  • Bei der Beitragsberechnung der Wohngebäudeversicherung gibt es zwei unterschiedliche Arten der Berechnung. Die eine Methode ist eine Berechnung basierend auf der Grundlage des „Versicherungswertes 1914“. Bei dieser Methode wird bis zum Jahr 1914 zurück gerechnet und ermittelt, wie hoch zu diesem Zeitpunkt die Baukosten für das zu versichernde Gebäude gewesen wären. Zudem wird die Baupreisentwicklung bis zum heutigen Zeitpunkt verfolgt und die Baupreise entsprechend angepasst und berücksichtigt. Die zweite Berechnungsart erfolgt auf Basis der Wohnfläche, der Ausstattung und der Bauart des Gebäudes. Genau wie bei der ersten Methode handelt es sich auch hierbei um eine so genannte gleitende Neuwertversicherung.
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  • Was ist eine Feuer-Rohbauversicherung?
  • Eine Feuer-Rohbauversicherung ist ein Teil der Wohngebäudeversicherung und wird bei Neubauten im Rahmen der Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, um das zu versichernde Gebäude bereits vor seiner Fertigstellung zu schützen. Der entsprechende Versicherungsschutz für das Gebäude gilt dann vom Zeitpunkt des Baubeginns an bis zur Fertigstellung des Wohngebäudes, das heißt, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Gebäude bezogen werden kann. Im Anschluss daran geht der Versicherungsschutz durch die Feuer-Rohbauversicherung automatisch in die Wohngebäudeversicherung über. Die Feuer-Rohbauversicherung richtet sich ausschließlich an Schäden, die aus der Gefahrengruppe „Feuer“ stammen. Dinge wie Sturmschäden, Hagelschäden oder Leitungswasserschäden sind hierbei nicht mit abgedeckt.
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  • Warum sind Aufräum- und Abräumkosten so wichtig?
  • Da der Kostenfaktor bei Aufräum− und Abräumarbeiten nach einem Schadensfall nicht zu unterschätzen ist und in unerwartete Höhen steigen kann, ist die Übernahme dieser anfallenden Kosten ebenfalls in der Wohngebäudeversicherung enthalten und wird somit von den Versicherungen übernommen. Da jedoch bei einem Schadensfall für gewöhnlich nur ein bestimmter prozentualer Anteil der Gesamtversicherungssumme gedeckt ist und dieser häufig nicht ausreichend ist, empfiehlt es sich, hierbei einen genaueren Blick auf die Versicherungsbedingungen zu werfen, um die benötigte, entsprechend höhere Kostenabdeckung zu erhalten.
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  • Was ist im Falle eines Schadens zu tun ?
  • Liegt ein Schadensfall vor, so muss der Versicherte diesen unverzüglich seiner Versicherung melden. „Unverzüglich“ heißt mit anderen Worten „innerhalb von einer Woche“. Der nächste Schritt lautet "Schadensbegrenzung": Der Hausbesitzer hat dafür Sorge zu tragen, dass der entstandene Schaden möglichst gering gehalten und jeder weitere Schaden abgewandt wird. Ist ein Schaden durch Explosion oder Brand entstanden, muss dieser sofort der Feuerwehr gemeldet werden. Einbruch, Diebstahl oder Raub sind unverzüglich bei der Polizei anzuzeigen.
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  • Was ist in der Wohngebäudeversicherung nicht versichert?
  • Dinge, die erst nachträglich einen Platz im Gebäude erhalten, also im Nachhinein eingefügt werden, sind in der Wohngebäudeversicherung nicht berücksichtigt. Es kann sich hierbei beispielsweise um Gegenstände von Mietern handeln, welche diese auf eigene Kosten angeschafft haben. Denkbar wäre zum Beispiel eine vom Mieter angebrachte Markise. Diese wäre dann von der Wohngebäudeversicherung des Hausbesitzers ausgeschlossen. Auch Rohre außerhalb des versicherten Gebäudes oder Rohre, die unter dem Gebäude verlaufen sind in der Regel erst einmal nicht mit abgedeckt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dies anhand entsprechender Klauseln in den Versicherungsschutz mit einzubeziehen.
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  • Welche Zusatzbausteine können in der Wohngebäudeversicherung mitversichert werden?
  • Als Zusatzbausteine zur regulären Wohngebäudeversicherung können auch wichtige Risiken wie Elementarschäden mitversichert werden. Hierzu zählen sowohl Erdrutsche und Lawinen als auch Erdbeben und Schneedruck. Ein weiterer sinnvoller Zusatzbaustein ist eine Glasversicherung, bei der alle Verglasungen im Gebäude gegen Bruchschäden abgesichert sind.
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  • Was ist eine Ordentliche Kündigung und eine außerordentliche Kündigung bei der Wohngebäudeversicherung?
  • Bei einer ordentlichen Kündigung kann sowohl der Versicherungsnehmer als auch der Versicherer zum Ende der vereinbarten vertraglichen Laufzeit die abgeschlossene Wohngebäudeversicherung kündigen. Die Kündigung muss schriftlich und mit Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist erfolgen. Kommt es im Rahmen der Wohngebäudeversicherung zu einem Schadensfall, können beide Seiten eine außerordentliche Kündigung aussprechen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Versicherer die Schadensregulierung übernimmt oder nicht. Die entsprechende Kündigungsfrist beträgt hier einen Monat gerechnet vom Zeitpunkt der Schadensmitteilung an.
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