• Wer kann in die Private Krankenversicherung wechseln?
  • Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So können sich alle Selbständigen, Freiberufler, Beamte, Richter oder Abgeordnete jederzeit für eine Private Krankenversicherung entscheiden, unabhängig von der Höhe ihres Einkommens. Bei angestellten Arbeitnehmern sieht dies anders aus. Wenn sich ein Angestellter für eine Private Krankenversicherung entscheiden möchte, muss sein monatliches Bruttogehalt mehr als EUR 4.162,50 betragen bzw. sein Bruttogehalt pro Jahr muss die Pflichtversicherungsgrenze von EUR 49.950,00 übersteigen. Dabei wird das Bruttoeinkommen der letzten drei Jahre zugrunde gelegt, der Arbeitnehmer muss also drei Jahre in Folge ein Einkommen nachweisen, das über der Pflichtversicherungsgrenze liegt.
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  • Wann kann ich als Angestellter in die Private Krankenversicherung wechseln?
  • Erfüllt man als Angestellter die Anforderungen, um Mitglied einer Privaten Krankenversicherung zu werden, beträgt also das monatliche Bruttogehalt der drei letzten Jahre mehr als EUR 4.162,50 bzw. übersteigt es die Pflichtversicherungsgrenze von EUR 49.950,00 pro Jahr, muss man eine Kündigungsfrist von zwei Monaten beachten. Erhöht dagegen die gesetzliche Krankenkasse ihre Beiträge, kann man von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht innerhalb eines Monats nach der Beitragserhöhung zum übernächsten Monate Gebrauch machen. Eine Kündigung der gesetzlichen Krankenversicherung muss immer schriftlich erfolgen.
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  • Wie hoch ist der Zuschuss des Arbeitgebers zur Private Krankenversicherung?
  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, bei der der Arbeitgeber den Anteil des Arbeitnehmers am Beitrag zur Krankenversicherung vom Bruttogehalt abzieht und zusammen mit dem Arbeitgeberanteil direkt an die Krankenkasse überweist, muss ein Mitglied einer Privaten Krankenversicherung den kompletten Versicherungsbeitrag jeden Monat selbst an die Private Krankenversicherung überweisen. Doch auch privat krankenversicherte Arbeitnehmer erhalten einen Zuschuss des Arbeitgebers zu ihrem Krankenkassenbeitrag. So erhält ein Arbeitnehmer, der privat krankenversichert ist, von seinem Arbeitgeber maximal die Hälfte des Betrages, der als Beitrag an eine gesetzliche Krankenkasse zu zahlen wäre. Rein rechnerisch beträgt damit der Höchstbetrag, den Arbeitgeber als Zuschuss an privat krankenversicherte Arbeitnehmer zahlt, EUR 262,50. Dieser Betrag berechnet sich aus der Hälfte von 14 % von EUR 3.750,00, für den Sonderbeitrag von 0,9 % muss der Arbeitnehmer allein aufkommen. Der Betrag von EUR 3.75,00 ist die Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung und die 14,9 % entsprechen dem derzeit gültigen Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Der Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung wird allerdings nur maximal bis zur Hälfte des tatsächlich zu zahlenden Monatsbeitrags gewährt, er kann damit auch unterhalb des errechneten Betrages liegen.
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  • Gibt es in der Privaten Krankenversicherung auch eine Familienversicherung?
  • In der Privaten Krankenversicherung gibt es keine Familienversicherung, wie man sie aus der gesetzlichen Krankenversicherung kennt. Somit entfällt in der Privaten Krankenversicherung die Möglichkeit, die ganze Familie über einen Versicherungsnehmer zu versichern. Es ist aber möglich, dass in der Privaten Krankenversicherung neben dem berufstätigen Elternteil auch den nicht arbeitenden Elternteil sowie die Kinder mit zu versichern. Dabei ist für jede Versicherten ein eigener Beitrag zu zahlen, der nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand berechnet wird. Befindet sich ein Elternteil im Erziehungsurlaub und war es davor Pflichtversichertes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, dann ist er für die Dauer der Elternzeit Beitragsfrei in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert.
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  • Welche wesentlichen Systemunterschiede gibt es zwischen der GKV und PKV?
  • Die wesentlichen Systemunterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Privaten Krankenversicherung bestehen im Aufbau und unter anderem in der Leistungserbringung. Die Gesetzliche Krankenversicherung ist Umlagefinanziert und der Beitrag ist Einkommensorientiert. Dagegen ist die Private Krankenversicherung Kapitalgedeckt und es wird eine Risiko gerechte Beitrag kalkuliert. So erhält ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung eine Sachleistung von seinem Arzt, auf die er keinen Einfluss hat. Der gesetzlich Versicherte kann also nicht Art oder Dauer der Behandlung beeinflussen, im Gegensatz zum privat Krankenversicherten. Mitglieder einer privaten Krankenversicherung sind direkte Vertragspartner des Arztes und rechnen mit diesem nach dem Kostenerstattungsprinzip ab. Dadurch erhält der Patient ein viel größeres Mitspracherecht in allen Fragen der Behandlung. Ein weiterer gravierender Unterschied zwischen gesetzlicher Krankenversicherung und privater Krankenversicherung ist die Berechnung des Beitrages, den der Versicherte zu zahlen hat. In der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Beitrag ausschließlich nach dem Einkommen des Versicherten berechnet, während in der privaten Krankenversicherung Alter, Geschlecht und der Gesundheitszustand des Versicherten ausschlaggebend sind. Durch die Wahl verschiedener Tarife und der darin enthaltenen Leistungen kann der Versicherte einer privaten Krankenversicherung die Höhe seines Beitrags auch selbst mitbestimmen.
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  • Ab wann muss ich meine Tochter oder Sohn mit in der PKV versichern?
  • Wenn ein Mitglied einer Privaten Krankenversicherung ein Kind bekommt, ist es sinnvoll, das Baby direkt nach der Geburt ebenfalls bei der Privaten Krankenversicherung anzumelden, da die Private Krankenversicherung das Kind dann ohne Gesundheitsprüfung ab dem Tag der Geburt aufnimmt und versichert. Dazu muss der Versicherte aber seit mindestens drei Monaten selbst Mitglied der Privaten Krankenversicherung sein. Bis zum 14. Lebensjahr sind die Beiträge für Jungen und für Mädchen gleich hoch, erst nach diesem Alter wird ein unterschiedlicher Beitrag je nach Geschlecht erhoben. Sind bei einem Ehepaar beide Eltern berufstätig, wobei ein Elternteil Mitglied einer Privaten Krankenversicherung ist und das andere Elternteil gesetzlich versichert ist, ist es abhängig vom Einkommen wie das Kind versichert werden muss. Verdient das Elternteil das in der Privaten Krankenversicherung ist durchschnittlich mehr, als das Elternteil was gesetzlich versichert ist und liegt mit seinem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze so entfällt für das Kind die Familienversicherung und es muss entweder in der Privaten Krankenversicherung versichert werden oder Freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung.
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  • Ist es zu empfehlen ein Krankentagegeld mit einzuschließen?
  • Im Krankheitsfall erhält ein angestellter Arbeitnehmer zunächst sein Gehalt sechs Wochen lang weiter, da es eine gesetzliche Regelung über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt. Nach dieser Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhält ein Angestellter ab dem 43. Tag seiner Krankheit Krankengeld. Bei Selbständigen oder Freiberuflern sieht es dagegen so aus, dass bei ihnen im Krankheitsfall sofort ein Verdienstausfall vorhanden ist, sobald sie wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten können. Daher ist es sowohl für Angestellte, die von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine Private Krankenversicherung wechseln, als auch für Selbständige oder Freiberufler unverzichtbar, ein Krankentagegeld zu vereinbaren. Dabei hat ein Mitglied einer Privaten Krankenversicherung die Wahl, wie hoch das Krankentagegeld sein soll. Es kann maximal bis zur Höhe seines Nettoeinkommens zuzüglich der Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge vereinbart werden. Außerdem kann gewählt werden, ab welchem Tag der Krankheit das Krankentagegeld gezahlt wird. So sollte sich ein Angestellter entscheiden, das Krankentagegeld ab dem 43. Tag seiner Krankheit zu beziehen, während Selbständige es von ihren finanziellen Rücklagen abhängig machen sollten, ab welchem Krankheitstag das Krankentagegeld ausgezahlt werden soll. Beamte dagegen erhalten auch bei längerer Krankheit weiterhin ihre Bezüge und benötigen daher kein Krankentagegeld.
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  • Unter welchen Umständen habe ich die Möglichkeit zurück in die GKV zu wechseln?
  • Selbständige, die sich von der Pflichtversicherung haben befreien lassen, können nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, so lange sie ihr Gewerbe ausüben. Sollte dagegen ein Selbständiger sein Gewerbe abmelden und wieder als angestellter Arbeitnehmer arbeiten, kann er wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Dies gilt allerdings nur, so lange der Versicherte nicht älter als 55 Jahre ist. Ab diesem Alter gibt es keine Möglichkeit, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. Sollte ein Angestellter, der sich privat versichert hat, mit seinem Verdienst dauerhaft unter die Pflichtversicherungsgrenze von zurzeit EUR 4.162,50 monatlich fallen, kann er ebenfalls in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, so lange er nicht älter als 55 Jahre ist. Das gleiche gilt für den Fall von Arbeitslosigkeit, falls ein Anrecht auf Arbeitslosengeld besteht und die Altergrenze von 55 Jahren nicht überschritten ist.
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  • Wann ist ein Tarif mit Selbstbeteiligung sinnvoll?
  • Wenn man bei der Privaten Krankenversicherung einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählt, hat das den Vorteil, dass durch die Selbstbeteiligung der Beitrag für die Private Krankenversicherung deutlich sinken kann. Dabei gibt es verschiedene Formen der Selbstbeteiligung. So kann man beispielsweise wählen, dass man einen festen Teil der Krankheitskosten in allen Leistungsbereichen, also alle Kosten, die im Zusammenhang mit einer ambulanten Behandlung, mit einem stationären Aufenthalt oder mit einer Zahnbehandlung entstehen, selbst bezahlt. Bei dieser kompletten Selbstbeteiligung verzichten manche Privaten Krankenversicherungen darauf, auch für Vorsorgeuntersuchungen die Selbstbeteiligung in Rechnung zu stellen. Daneben gibt es auch eine Selbstbeteiligung in Teilbereichen, z.B. nur für ambulante Behandlungen. Diese Arten der Selbstbeteiligung gilt für die gesamten angefallenen Kosten. Bei der Quoten-Selbsbeteiligung dagegen muss sich der Versicherte nur an einem vereinbarten Teil der Krankheitskosten selbst beteiligen und dies auch nur bis zu einer festen Höchstsumme. Ist diese Höchstsumme erreicht, übernimmt die Private Krankenversicherung wieder die kompletten Kosten. Generell gilt für alle Arten der Selbstbeteiligung, dass sie mit jedem Jahr von neuem beginnt und für jede versicherte Person einzeln gilt.
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  • Welche Vorteile bietet mir die Private Krankenversicherung?
  • Eine Private Krankenversicherung bietet den Versicherten einige Vorteile. Gerade Besserverdienende können viel Geld sparen, da die Beiträge der Privaten Krankenversicherung nicht nach dem Gehalt berechnet werden. Durch verschiedene Tarife und Selbstbeteiligungen können außerdem die Beiträge vom Versicherten selbst mitbestimmt werden. Außerdem hat ein privat Versicherter die freie Arztwahl und alle Medikamente sind zuzahlungsfrei. Oft werden auch Zuzahlungen zu Brillen und Kontaktlinsen gezahlt. Bei Krankenhausaufenthalten haben Mitglieder einer Privaten Krankenversicherung das Anrecht auf eine Chefarztbehandlung und ein Einbett- oder Zweibettzimmer, sofern dies bei Abschluss der Privaten Krankenversicherung mit vereinbart wurde.
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  • Wie wird der monatliche Beitrag in der PKV berechnet?
  • Bei einer Privaten Krankenversicherung wird der monatliche Beitrag für jeden Versicherten individuell berechnet. Dabei spielen das Alter, das Geschlecht, der gewünschte Tarif und der Gesundheitszustand bei Abschluss der Versicherung inklusive Vorerkrankungen eine Rolle. Wer sich für eine Private Krankenversicherung interessiert, sollte die Angebote verschiedener Anbieter einholen, da die monatlichen Beiträge erheblich voneinander abweichen können.
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