Leistungen der GKV | Leistungen der GKV bei stationärem Krankenhausaufenthalt | Leistungen der GKV bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz | Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen | Zusatzleistungen | Erstattungen für Medikamente | Der Einheitliche Beitragssatz der GKV | Der Beitragssatz für Selbstständige | Wahltarife in der GKV | Bonusprogramme

  • Leistungen der GKV
  • Es gibt eindeutige gesetzliche Vorgaben dafür, welche Leistungen die GKV zu erbringen hat. Hierzu zählt die generelle Kostenübernahme für alle medizinisch notwendigen Behandlungen durch den Arzt. Dies gilt auch dann, wenn es sich um schwere und längerfristige Krankheiten oder um Unfallfolgen handelt. Jeder GKV Versicherte kann grundsätzlich seinen Hausarzt als auch die ihn behandelnden Fachärzte frei wählen, einzige Bedingung dafür ist, daß diese Ärzte Vertragspartner der GKV sein müßen. Einmal pro Quartal wird beim Arzt eine Praxisgebühr in Höhe von 10 € fällig. Weiterhin garantiert die GKV die volle Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen, vor allem gegen Krebs, sowie für Schutzimpfungen gegen Grippe, Diphterie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln, Tollwut, Tuberkulose, Wundstarrkrampf und Zeckeninfektionen. Im Falle der Erkrankung von Kindern unter 12 Jahren können die Eltern ein Kinderkrankengeld für die Dauer von bis zu 10 Arbeitstagen pro Jahr erhalten. Für Alleinerziehende wird das Kinderkrankengeld bis zu 20 Tage gezahlt, für Eltern von mehreren Kindern bis zu 50 Tage. Blinde und körperbehinderte Versicherte der GKV haben Anspruch auf die Übernahme von Fahrtkosten zum Arzt oder ins Krankenhaus bzw. von dort wieder zurück nach Hause. Sofern eine medizinische Indikation besteht, können GKV Versicherte alle 4 Jahre eine ambulante Kur von bis zu 3 Wochen Dauer bewilligt bekommen. Auf Antrag wird hierfür auch ein Zuschuß für Unterbringung und Verpflegung gewährt. Bei einer stationären Kur werden von der GKV alle Kosten übernommen, abzüglich eines Selbstbehaltes von 13 € pro Kurtag. Die Kosten für eine ambulante Psychotherapie können ebenfalls von der GKV übernommen werden, für alternative Heilverfahren gilt dies nur teilweise. Grundsätzlich ausgeschloßen ist die Kostenübernahme für Heilpraktikerbehandlungen. Kosten für ärztliche und zahnärztliche Behandlungen im europäischen Ausland werden übernommen, dies gilt jedoch nicht für den Rücktransport nach Deutschland. Für viele medizinische Maßnahmen sind vom Versicherten der GKV Zuzahlungen zu leisten. Um die finanzielle Belastung jedoch in einem erträglichen Rahmen zu halten, schreibt der Gesetzgeber vor, daß die Zuzahlungen pro Kalenderjahr die Obergrenze von 2 Prozent des Jahresbruttoeinkommens nicht überschreiten dürfen, für chronisch Kranke liegt diese Grenze bei 1 Prozent.
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  • Leistungen der GKV bei stationärem Krankenhausaufenthalt
  • Im Falle eines stationären Krankenhausaufenthaltes hat jeder GKV Versicherte Anspruch auf medizinische und pflegerische Leistungen. Die Unterbringung erfolgt in einem Mehrbettzimmer, Anspruch auf ein Ein- oder Zweibettzimmer bzw. Chefarztbehandlung haben gesetzlich Krankenversicherte nicht. Pro Aufenthaltstag im Krankenhaus ist vom Versicherten ein Eigenanteil von 10 € zu zahlen. Diese Regelung gilt jedoch nur für höchstens 28 Tage und entfällt bei Personen unter 18 Jahren.
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  • Leistungen der GKV bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz
  • Die Kosten für Zahnbehandlungen werden grundsätzlich komplett übernommen. Einmal pro Quartal ist auch beim Zahnarzt eine Praxisgebühr von 10 zu entrichten. Für Zahnersatz gibt es bestimmte Festzuschüße. Ihre Höhe ist abhängig vom erhobenen Befund. Wer regelmäßig mindestens einmal pro Jahr zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung geht und sich dies in einem Bonusheft dokumentieren läßt, der kann sich deutlich höhere Festzuschüße sichern. Personen unter 18 Jahren haben Anspruch auf volle Kostenübernahme für kieferorthopädische Maßnahmen.
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  • Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen
  • Die meisten Leistungen sind bei den einzelnen GKV identisch. Unterschiede gibt es vor allem bei bestimmten Zusatzleistungen und in der Form des Mitgliederservice. So haben einige GKV viele Geschäftsstellen vor Ort, andere biete lediglich telefonische Mitgliederberatungen an.
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  • Zusatzleistungen
  • Viele GKV bieten Zusatzleistungen an, die sehr unterschiedlich sein können. Das Spektrum der angebotenen Leistungen reicht dabei von Vorsorgeuntersuchungen gegen Hautkrebs über Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, Geburtsvorbereitung und Zahnreinigung bis hin zu Sport- und Entspannungskursen. Auch Hospizleistungen, Haushaltshilfen, Rooming In, Reha-Beratung sowie Kostenübernahmen für Akupunkturbehandlungen sind möglich.
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  • Erstattungen für Medikamente
  • Kosten für Medikamente werden von den GKV zum größten Teil übernommen. Pro verschriebenem Medikament ist vom Versicherten eine Kostenbeteiligung von 10 Prozent (mindestens 5 und höchstens 10 €) selbst zu tragen. Für Heil- und Hilfsmittel beträgt der Eigenanteil 10 pro Verordnung. Hilfsmittel wie Prothesen, Rollstühle, Hörgeräte werden von der GKV zu Festbeträgen gewährt. Für Bandagen, Einlagen oder Kompressionsstrümpfe sind 20 Prozent Eigenanteil zu leisten.
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  • Der Einheitliche Beitragssatz der GKV
  • Für alle GKV Versicherten beträgt der einheitliche Beitragssatz zur GKV 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens, sofern sie einen Anspruch auf Krankengeld haben. Der Arbeitgeber beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten. Die Beitragsgemessungsgrenze für die GKV beträgt derzeit 3750 € monatlich, ab einem Bruttoverdienst von 4162,50 € ist ein Wechsel in eine private Krankenversicherung möglich. Trotz des einheitlichen Beitragssatzes ist bei einigen Krankenkassen sowohl eine Bonuszahlung als auch die Forderung eines Zuschlages grundsätzlich möglich. Letzteres kommt jedoch in der Praxis kaum vor. Für Studenten bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters beträgt der GKV Beitrag 53,40 € monatlich.
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  • Der Beitragssatz für Selbstständige
  • Auch für Selbstständige hat der einheitliche Beitragssatz zur GKV seine Gültigkeit. Der individuell zu entrichtende Monatsbeitrag wird anhand des durchschnittlichen Bruttoeinkommens aus der selbstständigen Tätigkeit ermittelt. Das Einkommen kann jedoch nicht beliebig niedrig angesetzt werden. Als untere Berechnungsgrundlage gilt ein Bruttoeinkommen von 1.890 € pro Monat, bei Existenzgründern verringert sich diese Untergrenze auf 1.260 , sofern sie den Gründungszuschuß beziehen.
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  • Wahltarife in der GKV
  • Die einzelnen GKV bieten unterschiedliche Spar- und Selbstbehaltsmodell für ihre Versicherten an. Beispiele sind das Hausarztmodell, die Integrierte Versorgung sowie variable Kosten- und Beitragsrückerstattungen.
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  • Bonusprogramme
  • Für gesundheitsbewußtes Verhalten, die Teilnahme an Sport- und Gesundheitskursen sowie an Vorsorgeuntersuchungen werden von den GKV verschiedene Bonusprogramme angeboten. Möglich sind hier sowohl Geldgutschriften als auch verschiedene Sachprämien.
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