• Wie viele verschiedenen Krankenkassen gibt es?
  • Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung (GKV) umfasst sieben Kassenarten: für bestimmte Regionen zuständigen Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), zu bestimmten Unternehmen gehörende Betriebskrankenkassen (BKK), zu bestimmten Handwerksinnungen gehörende Innungskrankenkassen (IKK), für Seeleute und ehemalige Seeleute zuständige See-Krankenkasse, für in der Landwirtschaft Beschäftigten Landwirtschaftlichen Krankenkassen, die für Arbeitnehmer im Bergbauumfeld zuständige Bundesknappschaft und die Ersatzkassen für Angestellte. In Zahlen: zum 1.06.2008 gab es 217 gesetzliche Krankenkassen. Nach den umfassenden Reformen der GKV, durch die sie sich für jeden gesetzlich Versicherten öffnen können, stehen heute den circa 70 Millionen gesetzlich Versicherten zahlreiche bereits geöffnete gesetzliche Krankenkassen zur Wahl. Nach Angaben von einschlägigen unabhängigen Infoportalen rund ums Thema Krankenkassen sind es derzeit 15 Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), 9 Ersatzkassen (EK), 13 Innungskrankenkassen (IKK) und 141 Betriebskrankenkassen (BKK).
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  • Wie kann ich die GKV wechseln?
  • Problemlos. Die gesetzliche Krankenkasse wechseln ist elementar: es sind die gesetzlich verbindlichen Kündigungsfristen zu beachten, die Kündigung schriftlich zu formulieren und abzugeben. Damit beim Wechsel der Versicherungsschutz nicht verloren geht, muss die Mitgliedschaft bei der neuen Krankenkasse beantragt, bevor die alte gekündigt wird. Die GKV kann mit einer zweimonatigen Frist jeweils zum Monatsende gekündigt werden. Die Voraussetzung ist eine mindestens 18 Monaten bestehende Mitgliedschaft in der alten Krankenkasse. Versicherte, die sich für einen Wahltarif entschieden haben, dürfen erst nach drei Jahren wechseln. Verlangt die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, ist eine sofortige Kündigung erlaubt.
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  • Ist jeder in der GKV pflichtversichert?
  • Nein. Arbeitnehmer, deren Jahresbruttoeinkommen drei aufeinander folgenden Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) übersteigt, sind freiwillige GKV Mitglieder und dürfen in eine private Krankenversicherung wechseln. Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) wird jedes Jahr neu festgesetzt, für 2010 beträgt sie 49950 €/Jahr bzw. 4162,50 €/Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung ist 45000 €/Jahr bzw. 3750 €/Monat.
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  • Sind die Leistungen bei jeder GKV gleich?
  • Nein. Als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung Deutschlands muss jede gesetzliche Krankenkasse den gesetzlich festgelegten Leistungsumfang der medizinischen Versorgung (Pflichtleistungen) garantieren. Freiwillig bieten darf sie darüber hinaus nach eigenem Ermessen Zusatzleistungen, Selbstbeteiligungsmodelle, Wahltarife, Bonustarife, Prämientarife, Präventionsangebote.
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  • Bietet jede GKV freiwillige Zusatzleistungen an?
  • Ja. Freiwillige Zusatzleistungen bietet zwar jede gesetzliche Krankenkasse an, allerdings sind diese Wahlleistungen oft nur gegen Zusatzbeiträge zu haben und somit nur den besser verdienenden Mitgliedern zugänglich. Weniger gut verdienenden GKV Versicherten bleibt nur die Wahl, in einem günstigeren Tarif ohne Zusatzleistungen eingestuft zu werden.
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  • Kann ich mich von der Praxisgebühr befreien lassen?
  • Ja. Von der Zahlung der Praxisgebühr können sich alle Patienten befreien lassen, sobald die gesetzlich festgelegte Belastungsgrenze von 2% deren Bruttoeinkommens überschritten wird: das gilt für Hartz IV Empfänger, chronisch Kranke müssen auch keine Praxisgebühr bezahlen, sobald durch diese die Belastungsgrenze von 1% ihres Bruttoeinkommens überschritten wird (bei einem Einkommen unter 4212).
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  • Wie sind die Leistungen der GKV, wenn ich im Ausland krank werde?
  • Der Versicherungßchutz der GKV im Ausland ist je nach Land und Aufenthaltsart (Reise, Berufstätigkeit) unterschiedlich. Z. B. werden Behandlungskosten im EU-Land zwar erstattet, jedoch bis zur Höhe, in der sie in Deutschlang gekostet hätten, für Reisen außer der EU sind dagegen Auslandskrankenversicherungen erforderlich. Längere Auslandsaufenthalte sind immer mit der jeweiligen Krankenkassee abzustimmen.
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