• Welche Vorteile bietet mir die betriebliche Altersvorsorge?
  • Die gesetzliche Rente wird in Zukunft zur Sicherung des gewohnten Lebensstandards nicht mehr ausreichen. Zur staatlichen Rente bietet die betriebliche Altersvorsorge (bAV) eine zusätzliche Absicherung. Der Gesetzgeber fördert die betriebliche Altersvorsorge. Näheres ist im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt. Die betriebliche Altervorsorge wird durch Ersparnis von Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe der Umwandlungsbeiträge für die betriebliche Altersvorsorge gefördert. Es werden arbeitgeber-, arbeitnehmerfinanzierte oder auch Mischfinanzierung als Lösungen angeboten.
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  • Habe ich einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge?
  • Zur Verbesserung der Altersvorsorge hat der Gesetzgeber reagiert. Seit dem 1. Januar 2002 besteht für alle Arbeitnehmer ein Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Wenn ein Arbeitnehmer dies verlangt, muss der Arbeitgeber eine arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge einführen. Den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung haben alle Arbeiter, Angestellte und Auszubildende. Ebenso alle arbeitnehmerähnliche Personen, für die der Arbeitgeber Pflichtbeiträge für die gesetzliche Rentenversicherung abführt. Allerdings ist auch kein Arbeitnehmer verpflichtet, eine zusätzliche Altersvorsorge abzuschließen.
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  • Gibt es einen monatlichen Mindestbetrag?
  • Der Mindestbeitrag zur Betrieblichen Altersvorsorge liegt in der Regel bei einem Monatsbeitrag von 20 Euro darüber hinaus kann dies von Versicherer zu Versicherer abweichen. Zum Beispiel können betriebliche Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld verwendet werden. Vielfach gibt es hierzu auch tarifvertragliche Regelungen.
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  • Was passiert, wenn ich die Firma wechsle?
  • Wechselt der Arbeitnehmer die Firma, so hat er keinen Anspruch darauf, seine eingezahlten Beiträge ausgezahlt zu bekommen. Erst bei Eintritt des Leistungsfalls kann über das Geld verfügt werden. Die geleisteten Beiträge verfallen aber auch nicht bei einem Firmenwechsel. Sie sind ab dem ersten Tag geschützt. Für Leistungen, die der Arbeitgeber erbracht hat, hat der Gesetzgeber eine Unverfallbarkeit nach einer fünfjährigen Betriebszugehörigkeit ab dem 30. Lebensjahr festgesetzt. Beitragszeiten vor dem 25. Lebensjahr sind zwar für die Höhe der späteren zusätzlichen Rente entscheidend. Wenn das Arbeitsverhältnis vor dem 30. Lebensjahr endet, finden sie keine Berücksichtigung. In der Regel hat man die Möglichkeit bei einem Arbeitgeberwechsel, die bestehende Betriebliche Altersvorsorge vom alten Arbeitgeber zum neuen Arbeitgeber mit zunehmen.
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  • Kann ich meine betriebliche Altervorsorge kündigen?
  • Die Vorsorgeverträge, die für die betriebliche Altersvorsorge angeboten werden, entsprechen in der Regel den privaten Vorsorgeverträgen. Das heißt, sie beinhalten eine Kündigungsfrist von zwei Monaten. In manchen Fällen kann auch eine einjährige Festlegung vereinbart dann, nämlich dann, wenn der Beitrag einmal im Jahr gezahlt wird und zum Beispiel das Weihnachts- oder Urlaubsgeld umgewandelt wird.
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  • Was passiert bei Krankheit oder längerer Arbeitslosigkeit?
  • Bei Arbeitslosigkeit entfällt die Entgeltumwandlung, da ja kein Arbeitgeber mehr vorhanden ist. Trotzdem verfallen die eingezahlten Beträge nicht. Der bereits erwirkte Anspruch bleibt erhalten. Viele Verträge bieten auch die Möglichkeit, im Falle der Arbeitslosigkeit, den Vertrag privat weiterzuführen. Das gilt auch im Krankheitsfall ab dem Tag, an dem die Lohnfortzahlung entfällt und der Arbeitnehmer Krankengeld bezieht.
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  • Wer entscheidet über den Durchführungsweg in der betrieblichen Altersvorsorge?
  • Dem Arbeitgeber steht prinzipiell die Entscheidung frei, welchen Durchführungsweg er wählen will. Der Arbeitgeber trifft die Auswahl des Anbieters. Bei der Festlegung des Durchführungswegs sind die Vor- und Nachteile abzuwägen. Alle Durchführungswege (Pensionskasse, Pensionsfond, Direktzusage, Direktversicherung, Unterstützungskasse) der betrieblichen Altersvorsorge unterliegen der Nachgelagerten Besteuerung. Das heißt, die Beiträge werden steuerfrei eingezahlt, die Rente muss später zu 100 % versteuert werden. Nur eine Direktversicherung, der Pensionsfonds und die Pensionskasse sind Durchführungswege, die vom Gesetzgeber zugelassen sind und den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung erfüllen. Pensionsfonds sind im Vergleich zu einer Pensionskasse riskanter. Für einen Pensionsfonds besteht Anlagefreiheit. Deshalb besteht auch die Beitragspflicht für eine Insolvenzversicherung. Kann der Pensionsfonds die zugesagten Leistungen wegen Kursverluste nicht erbringen, muss der Arbeitgeber für den Verlust gerade stehen.
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  • Sind die Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge gegen Insolvenz des Arbeitgebers geschützt?
  • Wenn der Arbeitgeber zahlungsunfähig ist, bleibt die betriebliche Altersvorsorge trotzdem gesichert. Der Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) übernimmt die Zahlung der Renten. Der Verein besteht seit 1974. Er wurde von den Arbeitgeberverbänden, dem Bundesverband der deutschen Industrie und dem Verband der Lebensversicherungsunternehmen gegründet. Der PSV wird vom Bundesamt für Versicherungswesen beaufsichtigt. Renten, die über eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse gewährt werden, sind nicht insolvenzsicherungspflichtig. Bei Insolvenz des Unternehmens ist die Insolvenzsicherung über das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) geregelt. Der Bundesrat hat im November 2007 einem Gesetz zugestimmt, das die PSV auf volle Kapitaldeckung umgestellt hat.
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  • Warum sollte ein Arbeitgeber seinen Angestellten eine betriebliche Altersvorsorge anbieten?
  • Seit dem 1.1.2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Rechtsanspruch zu erfüllen. Der Arbeitgeber spart dabei Sozialversicherungsbeiträge. Er steigert die Motivation und die Bindung seiner Mitarbeiter an das Unternehmen, wenn er die betriebliche Altersvorsorge gezielt anbietet.
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